Veröffentlicht 23. Juli 2026 von LINO News
Nobelpreisträger zu Gast im ,Lindau Nobel‘ in Berlin
Wenige Wochen nach der feierlichen Eröffnung hat sich das ,Lindau Nobel‘ am Berliner Gendarmenmarkt als Anziehungspunkt für Nobelpreisträger etabliert. Gleich vier Laureaten statteten der Ausstellung ,Nobel Heroes‘ in den vergangenen Tagen einen Besuch ab – ein eindrucksvolles Zeichen für die Strahlkraft des neuen Berliner Standorts der Lindauer Nobelpreisträgertagungen.
Unter den Besuchern war Benjamin List, der 2021 gemeinsam mit David W.C. MacMillan den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse erhielt. List, der an der Freien Universität Berlin Chemie studierte und heute als Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr tätig ist, ist in der Ausstellung selbst vertreten – Peter Badge porträtierte ihn 2021. Er zeigte sich angetan: „Beeindruckende Fotografien und spannende Einblicke in die Lebenswege der Nobelpreisträger machen Wissenschaftsgeschichte auf besondere Weise erlebbar.“
Am Wochenende folgten drei weitere Laureaten: Reinhard Genzel, der den Nobelpreis für Physik 2020 für seine Forschungen zu schwarzen Löchern erhielt, Erwin Neher, Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie, 1991 für seine grundlegenden Arbeiten zur Zellkommunikation mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, sowie Robert Huber, dem 1988 der Nobelpreis für Chemie für die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des photosynthetischen Reaktionszentrums verliehen wurde. Auch diese drei wurden von Peter Badge für ,Nobel Heroes‘ portraitiert.
Dass das ,Lindau Nobel‘ eine derartige Anziehungskraft entfaltet, überrascht nicht: Die Portraits, die Peter Badge seit dem Jahr 2000 im Auftrag der Lindauer Nobelpreisträgertagungen in ungestellten Schwarz-Weiß-Aufnahmen geschaffen hat, machen aus der Ausstellung mehr als eine Galerie – sie verwandeln sie in einen Raum der Begegnung, in dem die Gesichter der klügsten Köpfe der Welt den Betrachter unmittelbar ansehen und ansprechen.
Darin schreibt er über die porträtierten Nobelpreisträger: „These men and women are not at all conceited in any way […] There is an almost unreal openness, a mood of friendly, if not to say jovial conviviality that they all radiate“ – eine Beobachtung, die im Ausstellungsraum am Gendarmenmarkt unmittelbar erfahrbar wird.