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Veröffentlicht 27. Mai 2026 von LINO News

Eröffnung von „Lindau Nobel“ in Berlin mit Nobelpreisträger Stefan Hell and Moderatorin Caren Miosga

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Peter Badge, Marius Müller-Westernhagen, Thomas Ellerbeck, Gräfin Bettina Bernadotte, Stefan Hell, Nikolaus Turner, Caren Miosga, Jürgen Kluge (von links), Photo/Credit: Claudius Pflug

Mit mehr als hundert Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft eröffneten die Lindauer Nobelpreisträgertagungen am Montag offiziell ihren neuen Showroom in Berlin. Unter dem Namen „Lindau Nobel“ entsteht in der Markgrafenstraße am Gendarmenmarkt ein neuer Ort für Wissenschaft, Begegnung und Austausch. Dort wird künftig dauerhaft die Ausstellung „Nobel Heroes“ des Fotografen Peter Badge gezeigt, der seit dem Jahr 2000 weltweit über 500 Nobelpreisträger porträtiert hat.

In ihrem Grußwort betonte Silke Launert, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die Bedeutung von Wissenschaft und hob hervor, dass die Porträts Nobelpreisträger als nahbare Menschen zeigen und Wissenschaft dadurch greifbar machen.

Die Eröffnung stand zugleich im Zeichen zweier Jubiläen: 75 Jahre Lindauer Nobelpreisträgertagungen und 25 Jahre „Nobel Heroes“.

Prof. Dr. Jürgen Kluge, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen, bezeichnete den neuen Berliner Standort als wichtigen Schritt, um Wissenschaft stärker in die Öffentlichkeit zu tragen und zugleich einen Ort für Begegnungen zwischen Nobelpreisträgern, Forschenden und Medien zu schaffen.

Der Höhepunkt des Abends war ein moderiertes Gespräch zwischen der TV-Journalistin Caren Miosga und dem Nobelpreisträger Stefan W. Hell. Hell, der 1978 im Alter von 15 Jahren aus Rumänien nach Deutschland kam, sprach über seinen persönlichen Weg – von Ablehnung und zeitweiser Ausgrenzung bis hin zu seiner Entschlossenheit, eine Idee zu verfolgen, die von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als unmöglich angesehen wurde. Genau für diese Arbeit wurde er 2014 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Im Verlauf des Gesprächs teilte Hell auch seine Sicht auf den Stellenwert der Wissenschaft in Europa: „Ich bin etwas besorgt darüber, dass die Bedeutung der Wissenschaft in Europa nicht den Stellenwert hat, den sie haben sollte, um unseren Wohlstand, unsere Freiheit und nicht zuletzt unsere sozialen Errungenschaften zu sichern. Wenn wir bewahren wollen, was wir heute schätzen, ist es essenziell, Wissenschaft und Technologie eine deutlich höhere Priorität einzuräumen.“

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