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Tagungen

Einmal jährlich kommen in Lindau 30 bis 40 Nobelpreisträger mit führenden Nachwuchswissenschaftlern (Studierenden, Doktoranden und Postdoktoranden) aus aller Welt zusammen. Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen fördern den Austausch zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Disziplinen.

Die Tagung ist abwechselnd der Physiologie und Medizin, Physik oder Chemie gewidmet – den drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Disziplinen. Alle fünf Jahre findet eine interdisziplinäre Tagung statt, die sich über alle drei naturwissenschaftlichen Gebiete erstreckt. Darüber hinaus wird alle drei Jahre die Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften ausgerichtet.

 

Das wissenschaftliche Programm der Lindauer Tagung basiert auf dem Prinzip des Dialogs. Die verschiedenen Veranstaltungen – Vorträge, Diskussionen, Master Classes und Podiumsdiskussionen – dienen dazu, den Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen zwischen Laureaten und Nachwuchswissenschaftlern zu beleben.

Vorträge

Die anlässlich der Lindauer Tagung gehaltenen Vorträge sind nicht nur auf Wissensvermittlung ausgerichtet, sondern bieten Inspiration und regen zur Reflexion an. Mit den Nobelpreisträgern stehen herausragende Wissenschaftler im Mittelpunkt, die aktuelle oder historisch bedeutende Forschungserkenntnisse präsentieren, von ihrem Leben und Werdegang berichten oder die Teilnehmer für gesellschaftlich bedeutende Themen sensibilisieren.

Diskussionen

Im Rahmen der Lindauer Tagung bieten Nobelpreisträger auch Diskussionen an — dieses Veranstal-tungsformat ist exklusiv für die teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler zugänglich. Die Atmosphäre ist vertraulich, zwanglos und offen, hier ist Raum für persönliche Fragen, kontroverse Diskussionen und vertiefte fachliche Analysen.

Master Classes

Die Prinzipien von Mentoring und Voneinander-Lernen kennzeichnen die Master Classes. Hier prä-sentieren ausgewählte Teilnehmer einem Nobelpreisträger ihre aktuelle Forschungsarbeit und erhalten von ihm Feedback und Empfehlungen. Auch das Publikum beteiligt sich an der fachlichen Diskussion.

Podiumsdiskussionen

Podiumsdiskussionen mit Nobelpreisträgern zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft sind ein integraler Bestandteil der Lindauer Tagungen. In den Debatten soll eine möglichst große Bandbreite an Informationen und Meinungen zum Ausdruck kommen, das Publikum kann sich mit Fragen und Kommentaren aktiv beteiligen.

Science Breakfasts

Die Ausrichtung eines Science Breakfasts gibt Partnerinstitutionen und Förderern die Gelegenheit, das offizielle Programm der Lindauer Tagungen zu ergänzen. Ein spannendes Thema, ein lebendiges Präsentationsformat und – natürlich – ein reichhaltiges Frühstück sorgen für einen inspirierenden Start in den Tag.

Jahresberichte

Kuratorium und Stiftung veröffentlichen jedes Jahr einen Jahresbericht mit einem umfassenden Überblick über alle Aktivitäten.

 

Jahresbericht 2016

Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2013

Alle Jahresberichte seit 2005

 

Die nächsten Lindauer Tagungen

2017

67. Lindauer Nobelpreisträgertagung
Chemie
25. – 30. Juni 2017

 

6. Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften
22. – 26. August 2017

 

2018

68. Lindauer Nobelpreisträgertagung
Physiologie oder Medizin
24. – 29. Juni 2018

 

Zurückliegende Lindauer Tagungen

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Geschichte

Seit ihren Anfängen 1951 hat sich die Lindauer Tagung zu einem einzigartigen internationalen Forum für den wissenschaftlichen Austausch entwickelt. Es waren die Lindauer Ärzte Franz Karl Hein und Gustav Wilhelm Parade, die mit der Idee zu einer Konferenz mit Nobelpreisträgern an Lennart Graf Bernadotte af Wisborg herantraten. Gemeinsam brachten sie diese zur Umsetzung und legten damit den Grundstein für eine lange Geschichte.

Graf Bernadotte – ein Enkel König Gustavs V. von Schweden – verfügte über ausgezeichnete Beziehungen nach Stockholm. Es war insbesondere seinen Bemühungen zu verdanken, dass sich sieben Nobelpreisträger bereit erklärten, an der ersten „Europa-Tagung der Nobelpreisträger” teilzunehmen, die 1951 in Lindau stattfand. Sie wurde auch als europäische Initiative zur Aussöhnung der Wissenschaft nach dem Krieg begriffen.

 

Der Erfolg dieser ersten Zusammenkunft führte schließlich dazu, dass die Lindauer Nobelpreisträgertagung fortan alljährlich ausgerichtet wurde. Seither ist sie abwechselnd den Nobelpreis-Disziplinen Physiologie oder Medizin, Physik und Chemie gewidmet. Bereits 1953 fiel die Entscheidung, auch Studierende, Doktoranden und Postdoktoranden zum gemeinsamen Dialog einzuladen. Seit 2004 findet zudem in dreijährigem Turnus die Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften statt.

 

Mini Lecture „Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen”

Buch „Wissenschaft aus erster Hand: 65 Jahre Lindauer Nobelpreisträgertagungen”

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Kuratorium und Stiftung

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen werden von zwei Institutionen gemeinsam organisiert und ausgerichtet, dem Kuratorium und der Stiftung. Gemeinsam stellen sie den Fortbestand der Tagungen sicher und fördern deren kontinuierliche Weiterentwicklung.

Das Kuratorium

Das Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau wurde 1954, drei Jahre nach der ersten Lindauer Tagung, gegründet, um ihren Fortbestand zu sichern und ihre künftige Entwicklung zu gestalten. Lennart Graf Bernadotte, einer der drei Gründerväter, wurde erster Präsident des Kuratoriums.

 

Das Kuratorium ist für die Ausrichtung der jährlichen Tagungen und dabei in erster Linie für die Konzeption des wissenschaftlichen Programms verantwortlich. Seine Arbeit umfasst auch den Aufbau und die Pflege enger Beziehungen zu wissenschaftlichen Partnern weltweit.

 

Das Kuratorium ermöglicht die Teilnahme qualifizierter Nachwuchswissenschaftler an den Lindauer Tagungen. Auch zu diesem Zweck wirbt das Kuratorium in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Fördermittel ein. Das Kuratorium unterhält eine Geschäftsstelle in Lindau.

 

Kuratoriumssatzung

Kuratoriumsmitglieder
Die Stiftung

Die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen wurde im Jahr 2000 auf Initiative von 50 Nobelpreisträgern gegründet.

 

Der allgemeine Stiftungszweck besteht in der Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie damit verbundener Aktivitäten. Insbesondere hat sich die Stiftung die Sicherung des Fortbestands und der Weiterentwicklung der Lindauer Tagungen zur Aufgabe gemacht. Dies beinhaltet auch die Förderung von Outreach-Projekten und -initiativen.

 

Sitz der Stiftung ist die Insel Mainau. Im Interesse einer engen Zusammenarbeit mit dem Kuratorium unterhält die Stiftung ihre Geschäftsstelle ebenfalls in Lindau.

 

Stiftungssatzung

Stiftungsvorstand

Ehrenpräsidenten

Graf Lennart Bernadotte af Wisborg (†)
Bundespräsident a.D. Roman Herzog (†)

 

Vorstand

Jürgen Kluge, Vorsitzender
Gräfin Bettina Bernadotte af Wisborg
Thomas Ellerbeck
Reinhard Pöllath
Nikolaus Turner, gf. Vorstandsmitglied/Geschäftsführer

 

Wolfgang Schürer, Ehrenvorsitzender des Vorstands

 

Stifterversammlung

Durch ihre Mitgliedschaft in der Stifterversammlung bringen Nobelpreisträger ihre enge Verbundenheit mit den Lindauer Tagungen zum Ausdruck. Sie unterstützen die Stiftung damit bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des generationenübergreifenden Dialogs. Mittlerweile gehören der Stifterversammlung 324 Nobelpreisträger an.

 

Stifterversammlung

Ehrensenat

Als exklusives Gremium der Stiftung gilt der Ehrensenat. Er besteht aus herausragenden Persönlichkeiten, die als Berater des Vorstandes und Botschafter der Lindauer Tagungen wirken.

 

Josef Ackermann
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG

 

Suleiman Jasir Al-Herbish
Generaldirektor des OPEC Fonds für Internationale Entwicklung (OFID)

 

José Manuel Barroso
Ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission

 

Ernesto Bertarelli
Schweizer Mäzen, Ehemaliger Geschäftsführer Serono S.A. und zweifacher Sieger des America’s Cup

 

Christof Bosch
Mitglied des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung

 

Martin T:son Engstroem
Gründer und Geschäftsführer des Verbier Festivals und der Verbier Academy

 

William H. Gates III
Stifter, Co-Vorsitzender und Treuhänder der Bill & Melinda Gates Foundation

 

Ulrich Grete
Kuratoriumsmitglied der Ecoscientia Stiftung

 

Bertrand Gros

Vorstandsvorsitzender der Rolex SA

 

Roman Herzog
Ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

 

Klaus J. Jacobs (†)
Gründer der Jacobs Foundation

 

Henning Kagermann
Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.

 

Walter B. Kielholz
Präsident des Verwaltungsrates von Swiss Re

 

Malcolm D. Knight
Ehemaliger Vizevorsitzender der Deutsche Bank AG

 

Pamela Mars
Vorstandsmitglied von Mars, Inc.

 

Angela Merkel
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

 

Joachim Milberg
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG / Ehemaliger Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.

 

Ferdinand K. Piëch
Ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG

 

Johannes Rau (†)
Ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

 

Annette Schavan
Bundesministerin für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland a.D.

 

Thomas Schmidheiny
Mitglied des Verwaltungsrats von LafargeHolcim Ltd

 

 

Shri Kapil Sibal
Indischer Justiz- und Rechtsminister

 

HRH Princess Maha Chakri Sirindhorn
Mitglied der Königlichen Familie Thailands

 

Gunnar Stålsett
Bischof Emeritus von Oslo und langjähriges Mitglied des Norwegischen Nobelkomittees

 

Edmund Stoiber
Bayerischer Ministerpräsident a.D.

 

Marcus Storch
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Nobelstiftung

 

Tony Tan
Präsident der Republik Singapur

 

Erwin Teufel
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a.D.

 

Klaus Tschira (†)
Mitgründer der SAP AG und Stifter und Geschäftsführer der Klaus Tschira Stiftung

 

Daniel Vasella
Ehemaliger Geschäftsführer der Novartis AG

 

Ulrich Wilhelm

Intendant des Bayerischen Rundfunks

 

Ernst-Ludwig Winnacker
Ehemaliger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, ehemaliger Generalsekretär des Human Frontier Science Program

 

Martin Winterkorn
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

 

Hansjörg Wyss
Schweizer Unternehmer und Mäzen

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Akademische Partner

Die Lindauer Tagungen arbeiten bei der Auswahl qualifizierter Teilnehmer mit mehr als 200 renommierten Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen weltweit zusammen. Diese akademischen Partner nominieren Nachwuchswissenschaftler für das Auswahlverfahren.

Die Kooperation mit akademischen Partnern in mehr als 65 Ländern ist einer der Eckpfeiler des stetigen Internationalisierungsprozesses der Lindauer Tagungen. Das Netzwerk wird kontinuierlich ausgebaut. Auf der Grundlage von Memoranda of Understanding verpflichten sich beide Seiten, Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt miteinander zu vernetzen und zu fördern.

 

Akademische Partner